One Way: Keine Kommunikation im Web2.0

Die Enquête-Kommission des Bundestages hat nun auch einen Blog. Und bald auch eine Online-Redakteurin. Deren Jobbeschreibung liest sich wirklich “interessant”.

Kommunikation als Einbahnstraße kann in Zeiten der sozialen Netzwerke nicht dauerhaft funktionieren. Es fehlt das Feedback. (Bild:  kennymatic / Lizenz: cc-by)

Kommunikation als Einbahnstraße kann in Zeiten der sozialen Netzwerke nicht dauerhaft funktionieren. Es fehlt das Feedback. (Bild: kennymatic / Lizenz: cc-by)

Trotz sehr geringer Partizipation im Blog, dachte ich mir, schau ich mir das Ding mal an. Ich habe alle Artikel zumindest überflogen, gesucht, wie die Teilnahme der Netzgemeinde an dem Projekt ist und festgestellt, dass es sehr wenige Kommentare gibt.

Daher kam die Frage auf, woran das wohl liegen könnte. Alles weitere sind also Vermutungen und Meinungen meinerseits.

Hier mein Kommentar im Blog der Enquête-Kommission, den ich auch meinen Lesern nicht vorenthalten will:

“Ab 1. August wird das Enquête-Sekretariat durch eine Online-Redakteurin unterstützt, die sich um den Web-Auftritt, den Twitter-Account und so weiter kümmern wird.”

Das nenn ich mal eine Jobbeschreibung. Ich befürchte auch, dass es sich dabei weniger um eine klassische Redakteursstelle, sondern viel eher um eine klassische PR-Stelle handeln wird. Ich wünsche der Kollegin alles gute für ihren Start in diesem Umfeld. Und viel Leidenschaft für das Thema. Hoffentlich wird auch genug Rückgrat vorhanden sein, vielleicht Dinge auch (selbst-)kritisch zu hinterfragen und zu beleuchten. Denn gerade Offenheit, die Freiheit des Andersdenkenden in sein eigenes Denken zu integrieren würde Vertrauen schaffen.

Allerdings machen mir die Worte “und so weiter” wirklich Angst. Ist es um die “Social Media”-Kompetenz wirklich so schlecht bestellt? Oder wollte nur niemand verraten, wie die angedachte “Social Media”-Strategie aussieht?

Es bleibt auch im Blog zu beobachten, dass die Blogkultur auf Kommentare zu Antworten leider fehlt. Kommunikation in Zeiten des Web2.0 ist keine Einbahnstraße. (Ort der Veröffentlichung: Blog der Enquête-Kommission)